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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Für die Nutzung der Plattform SyncroGate – Software-as-a-Service für B2B-Unternehmen

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Plattform SyncroGate (nachfolgend „Dienst“ oder „Plattform“) zwischen der Farevia UG (haftungsbeschränkt), Stolpmünder Straße 25B, 22147 Hamburg (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden.

(2) Ausschließlicher B2B-Vertrieb: Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausdrücklich ausgeschlossen.

§ 2 Leistungsgegenstand und technische Natur des Dienstes

(1) SyncroGate stellt eine softwarebasierte Integrations-Middleware bereit, die über Webhooks Transaktionsereignisse aus Drittanbieter-Zahlungsdiensten (insbesondere Stripe) empfängt, strukturiert und automatisiert an die Buchhaltungs-API von Drittanbieter-Finanzsystemen (insbesondere Lexoffice) übermittelt.

(2) Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Softwarefunktionalität im Rahmen der vereinbarten Verfügbarkeit. Die erfolgreiche Datenübernahme hängt maßgeblich von der ständigen Verfügbarkeit, Spezifikationstreue und Funktionsfähigkeit der Schnittstellen der Drittanbieter (Stripe, Lexoffice) ab.

§ 3 Ausschluss steuerlicher Beratung & Steuerrisiko des Kunden

(1) Keine Steuer- oder Rechtsberatung: Der Anbieter erbringt ausdrücklich keine Steuerberatungsleistungen im Sinne des Steuerberatungsgesetzes (StBerG) und keine Rechtsdienstleistungen. SyncroGate ist ein rein technisches Übertragungswerkzeug.

(2) Dringende Empfehlung zur Nutzung von Stripe Tax: Dem Kunden wird dringend empfohlen, in seinem angebundenen Zahlungsdienstkonto (Stripe) die automatisierte Steuerermittlung (Stripe Tax) vollständig zu aktivieren. Ist Stripe Tax aktiv, leitet SyncroGate die von Stripe festgestellten Steuersätze, Steuerbefreiungen (§ 13b UStG / Reverse Charge) und EU-One-Stop-Shop-Raten (OSS) unverändert als Passthrough an Lexoffice weiter.

(3) Regelbasierte Fallback-Klassifikation & Ausschluss von Garantien: Deaktiviert der Kunde Stripe Tax oder übermittelt Stripe keine Steuerraten, führt SyncroGate eine vereinfachte, regelbasierte Grundeinordnung anhand der Kundeneinstellungen (z. B. Kleinunternehmerregelung § 19 UStG, EU-Reverse-Charge oder inländischer Standardsteuersatz) durch. Diese regelbasierte Vorklassifikation erfolgt ohne jede Gewähr oder Garantie auf steuerliche, sachliche oder rechtliche Richtigkeit. Sie entbindet den Kunden keinesfalls von seiner eigenständigen Prüfungspflicht.

(4) Alleinige Verantwortung des Kunden (GoBD): Das steuerrechtliche Risiko für die ordnungsgemäße Besteuerung, die zutreffende Rechnungslegung, die Vergabe von Rechnungsnummern sowie die Erfüllung aller Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoBD) verbleibt vollumfänglich und ausnahmslos beim Kunden. Der Kunde ist verpflichtet, die von SyncroGate erzeugten Belege regelmäßig eigenverantwortlich oder durch einen qualifizierten Steuerberater auf ihre steuerliche Richtigkeit hin zu prüfen.

§ 4 Pflichten des Kunden, API-Keys & Sandbox-Nutzung

(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten und geheimen Schnittstellenschlüssel (API-Keys, Webhook-Secrets) geheim zu halten und vor dem unbefugten Zugriff Dritter zu schützen.

(2) Vor der Deaktivierung des Sandbox-Modus bzw. vor der Aktivierung der sofortigen Rechnungsfinalisierung ist der Kunde verpflichtet, die Transformation im Draft-Modus anhand von Testtransaktionen hinreichend zu überprüfen.

§ 5 Vergütung, Laufzeit, Zahlungsabwicklung & Auto-Import

(1) Die Vergütung für die Nutzung der Plattform richtet sich nach dem jeweils gebuchten Plan (Starter, Growth, Scale). Alle angegebenen Preise verstehen sich in Euro zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus über den Zahlungsdienstleister Stripe.

(3) Sofern in den Einstellungen aktiviert, importiert der Dienst Rechnungen über die eigenen Nutzungsgebühren automatisiert als Ausgabebeleg in das Lexoffice-Konto des Kunden. Der Kunde bleibt verpflichtet, diesen automatisch importierten Beleg buchhalterisch zu kontrollieren.

(4) Beide Parteien können das Abonnement jederzeit mit Wirkung zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums über das Kundenportal kündigen.

§ 6 Haftung und Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesem Fall ist die Haftung der Höhe nach auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt, maximal jedoch auf die Summe der vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis an den Anbieter entrichteten Entgelte.

(3) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die auf fehlerhaften Steuersätzen, unzutreffender Steuerbefreiung oder Nachforderungen von Finanzbehörden beruhen, soweit diese auf unvollständigen Daten der Drittsysteme oder der Inanspruchnahme der regelbasierten Fallback-Steuerlogik beruhen.

§ 7 Schlussbestimmungen & Gerichtsstand

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist der Sitz der Farevia UG (haftungsbeschränkt) in Hamburg.